Interaktives Onlinemarketing und Contentmarketing zur Kundenbindung

Content-Marketing – als Keimzelle einer erfolgreichen Marketingstrategie

Auch wenn durch Online-Dienste und mobile Geräte die Möglichkeiten mehr Publikum zu erreichen in den letzten Jahren massiv erweitert wurden, muss die grundlegende Vorarbeit einer Marketingstrategie auch im digitalen Raum erfüllt werden: Wen erreiche ich wann, wo, womit und mit welchem Ziel?

Wie erreiche ich meine Kunden online?

Ist man sich über die Eckpunkte der Marketingstrategie im Klaren, gilt es die richtigen Kommunikationsinstrumente anzuwenden. Im Rahmen der theoretischen Literaturrecherche zu meiner Master-Thesis kam ich zur Erkenntnis, dass sich alle aktuell gebräuchlichen Onlinemarketing-Maßnahmen – wenn auch auf unterschiedliche Weise – zur erfolgreichen Kundengewinnung eignen.

Hier zeigt sich die Relevanz einer entsprechenden Ausrichtung und Zielsetzung – z.B. Push-Methoden um potentielle Kundinnen & Kunden direkt anzusprechen oder Pull-Methoden, um Käufe mit aufbereiteten relevanten Inhalten zu generieren.
In Kombination mit dem Austausch zwischen Unternehmen und bestehenden/potentiellen Kundinnen und Kunden bzw. der Communitys untereinander ergeben sich so vier Ansätze des interaktiven Marketings:

  • Performance-Marketing
  • Dialog-Marketing
  • Community-Marketing
  • Virales Marketing

Für den unmittelbaren Verkaufsabschluss, der abgesehen von der Kaufabwicklung wenig Interaktivität beinhaltet, bieten sich die Methoden des Performance-Marketings an: Banner-Werbung, Suchmaschinenwerbung, Online-Shops, Landing Pages etc. Diese führen die angestrebte Zielgruppe, durch individuelle Parameter segmentiert, zur abschließenden Transaktion.

Im Gegensatz dazu wird im Dialog-Marketing eine mittel- bis langfristige (Geschäfts-)Beziehung durch persönlichen Kontaktaufbau gesucht. Ein klassisches und effektives Beispiel dafür ist E-Mail-Marketing. Ziel des Dialog-Marketings ist Kundenbindung durch Informationsservice und Neukundengewinnung durch Vertrauensaufbau.

Auch im Community-Marketing sind Service und Vertrauen zwei relevante Komponenten. Hier ist aber weniger der Kaufabschluss, sondern viel mehr Image- und Reputationsgewinn das Ziel – vor allem im Rahmen von Social-Media-Aktivitäten.

In letzter Konsequenz kommuniziert das Publikum beim viralen Marketing, im Sinne von Word-of-Mouth bzw. Empfehlungen unter Ausschluss des ursprünglichen Senders (des Unternehmens). Dies erfordert auch eine Bereitschaft zum Kontrollverlust über die eigene Kommunikationsbotschaft und einen kreativen Umgang mit der Online-Community.


Schnittstelle Contentmarketing

An der Schnittstelle zwischen Dialog- und Community-Marketing steht das viel beschworene Content-Marketing. Dieses wird z.B. in Online-PR und Suchmaschinen-Marketing zur Positionierung und zum Vertrauensaufbau angewandt. Hier stehen aber nicht die Kontakte mit dem Publikum, sondern die für die Zielgruppe relevanten Inhalte im Vordergrund.

Hier können vor allem KMUs, aber auch größere Unternehmen von Kulturbetrieben lernen.

Österreichische Kulturbetriebe bedienen sich vor allem des Content-Marketings – also dem Spannungsfeld zwischen Dialog- und Community-Marketing. Der Grund dafür ist ganz einfach. Kulturveranstalter haben jede Menge Content zu bieten: Bilder, Texte, Videos etc. Dieser Content wird vor allem auf zwei Ebenen verwertet:

  • Owned-Media – Aktivitäten auf eigenen Online-Plattformen bzw. -Kanälen (z.B. Website, Ticket-Webshop, E-Mail-/Newsletter-Sendungen)
  • Earned-Media – öffentlichkeitswirksame Aktivitäten, die über externe Medien bzw. durch die Community kommuniziert werde (z.B. Online-PR, -Bewertungsportale, Social-Media)

Auf der anderen Seite haben Kulturbetriebe mit knappen finanziellen Budgets zu kämpfen. Darum hat die dritte Ebene – Paid-Media – zumindest Online und in Form von Performance Marketing einen sehr geringen Stellenwert.

Zwar ist die Anzahl der Experten-Interviews – im Rahmen meiner Masterarbeit „Onlinemarketing für Kulturbetriebe am Beispiel österreichischer Kulturveranstaltungsunternehmen.“ – für eine quantitative Erhebung zu gering, aber die Erkenntnisse decken sich mit meinen langjährigen beruflichen Erfahrungen im Bereich Kultur- und Onlinemarketing.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to top