Absagen und Zusagen

Jazz ist ein Lebensgefühl. Und zu diesem gefühlten Leben gehört auch die Erkenntnis, dass Glück und Leid oftmals nah beieinander liegen. Nachdem Mercedes Sosa, die große Stimme Argentiniens, wegen einer Krankheit leider gezwungen wurde, ihren Auftritt beim Jazz Fest Wien ab zu sagen, mussten nun auch Randy Crawford und Joe Sample krankheitsbedingt absagen.

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Des einen Leid können gute Freunde aber wiederum in Glück verwandeln: Die kubanische Diva Omara Portuondo wird am 2. Juli in der Wiener Staatsoper für ihre lateinamerikanische “Schwester im Geiste” einspringen und den Abend mit kubanischem Elan und lateinamerikanischer Grandezza gestalten.

Auch Randy Crawford, Joe Sample und ihr Publikum werden nicht im Stich gelassen: Randy Crawfords Soulsister Chaka Khan wird, zusammen mit dem Jazzfunk-Pionier George Duke und seinem Trio, am 5. Juli in der Wiener Staatsoper die hohe Kunst des durch Jazz grundierten Funk zelebrieren. Die afroamerikanische Vokalistin feiert seit Mitte der siebziger Jahre Hitparadenerfolge und zählt mit ihrer expressiven Sangeskunst nicht umsonst zu den Vorbildern einer jüngeren Generation von Sängerinnen wie Erykah Badu und Mary J. Blige. Ihr 1978er Hit “I’m Every Woman” hat, wie Crawfords “Streetlife”, längst seine Ohrwurmqualitäten im Radio-Dauereinsatz bewiesen und zeigt auch nach knapp dreißig Jahren keinerlei Ermüdungsanzeichen. Zusammen mit dem George Duke Trio werden Chaka Khan als “Every Woman” zeigen, dass die Macht der Frauen und Diven auf dem Jazz Fest Wien auch durch Krankheitsfälle nicht beeinträchtigt werden wird.

Karten für die Konzerte von Mercedes Sosa und Randy Crawford/Joe Sample behalten ihre Gültigkeit für die Konzerte von Omara Portuondo und Chaka Khan/George Duke Trio, werden aber auch zurück genommen. Für das Konzert von Marianne Faithful (Wiener Staatsoper, 4. Juli) sind noch Restkarten vorhanden, für das Konzert von Helge Schneider am 3. Juli (Wiener Staatsoper) gibt es noch einige Stehplatzkarten.

Wir freuen uns ein weiteres Highlight des heurigen Jazz Fest Wiens bekannt geben zu können. Mit seiner unvergleichlichen Mischung aus Jazz und Kabarett präsentiert Helge Schneider sein neues Programm “Wulle Wupp Kartoffelsupp…” am 3. Juli 2009 in der Wiener Staatsoper.

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Die ersten Highlights des Jazz Fest Wien 2009

ORQUESTA BUENA VISTA SOCIAL CLUB
feat. OMARA PORTUONDO

1. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Wiener Staatsoper

HELGE SCHNEIDER
3. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Wiener Staatsoper

MARIANNE FAITHFULL
4. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Wiener Staatsoper

RANDY CRAWFORD/JOE SAMPLE
5. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Wiener Staatsoper

SEUN KUTI
6. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Arkadenhof Wiener Rathaus

Helge Schneider Presseinfo:
Absurde Komik, schräger Humor und eine ebensolche Frisur, noch dazu aus Deutschland, dem Land der Humorweltmeister, – reicht das aus, um als Act für das Jazz Fest Wien verpflichtet zu werden? Natürlich nicht! Aber wer Helge Schneider nur “als singende Herrentorte”, wie er sich schon einmal bezeichnete, kennt, wer nur seine abenteuerlichen Perücken und Hüte oder seine wahnwitzigen Überraschungshits wie “Katzeklo” – (und nicht “Katzenklo”!) – “Fitze Fitze Fatze”, “Käsebrot” und “Helges Möhrchen Lied” kennt, kenne, so meint die ernsthaft bemühte Feuilleton-Kritik hervorheben zu müssen, nur die eine Seite dieses Mannes.

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Das Jazz Fest Wien freut sich als weiteres Highlight des diesjährigen Festivals die Auftritte von Marianne Faithfull, Randy Crawford & Joe Sample sowie Seun Kuti bekannt geben zu dürfen.


MARIANNE FAITHFULL
4. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Wiener Staatsoper

Nach ihrer krankheitsbedingten Absage im letzten Jahr, kommt die sagenumwobene Sixties-Ikone nicht nur gesund und voller Energie, sondern auch mit dem hervorragenden Album “Easy Come Easy Go” im Gepäck am 4. Juli 2009 in die Wiener Staatsoper. “18 Songs For Music Lovers” so der Album-Untertitel begeistert mit eleganten, zeitlosen, Coverversionen unter anderen von Billie Holiday, Randy Newman, Smokey Robinson, Leonard Bernstein, Brian Eno und Dolly Parton – reife, geniale Interpretationen, die im Klang Faithfulls großer Stimme leuchten.


RANDY CRAWFORD/JOE SAMPLE
5. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Wiener Staatsoper

Randy Crawford besingt seit über drei Jahrzehnten alle Arten der Liebe. Verlorene, romantische, traurige, aber auch Liebe, die zum Tanzen und Jauchzen verführt, davon kann die Sängerin mehr als ein Lied singen. Und ihre Fans lieben sie dafür, nicht zuletzt dank ihres 1979er Hits „Street Life“. Der sorgt bei ihren Konzerten immer noch für Begeisterung, gerade auch, wenn sich der Komponist des Songs, Joe Sample, mit ans Klavier setzt. Der texanische Jazz-Pianist, der mit seinen Crusaders seit den sechziger Jahren einen einzigartigen Soulfunk-Groove in den Jazz brachte, brilliert in den letzten Jahren entweder als begnadeter Alleinunterhalter am Piano, der zum Vergnügen des Publikums manche Anekdote aus der Musikgeschichte zu erzählen vermag und im nächsten Moment mit Bandunterstützung groovigen Souljazz zelebriert.


SEUN KUTI
6. Juli 2009 um 20.00 Uhr
Arkadenhof Wiener Rathaus

Des weiteren können wir auch schon den ersten Künstler für die traditionellen Konzerte im Arkadenhof des Wiener Rathauses präsentieren. Am 6. Juli 2009 wird Felas Sohn Seun Kuti afrikanische Rhythmen mit afroamerikanischen Soul- und Jazzeinflüssen kreuzen. Wenn er dazu seine mitreißende Bühnenshow abliefert, ist er längst nicht mehr nur Sohn eines Vaters, sondern auch Botschafter einer Kultur, die sich Armut und Ungerechtigkeit entgegenstellt und als musikalisches Plädoyer für eine Kontinente und Generationen verbindende Lebensfreude erlebt werden kann.

Die ersten Highlights des Jazz Fest Wien 2009 im Überblick:

ORQUESTA BUENA VISTA SOCIAL CLUB feat. OMARA PORTUONDO
1. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Wiener Staatsoper

MARIANNE FAITHFULL
4. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Wiener Staatsoper

RANDY CRAWFORD/JOE SAMPLE
5. Juli 2009 um 19.30 Uhr
Wiener Staatsoper

SEUN KUTI
6. Juli 2009 um 20.00 Uhr
Arkadenhof Wiener Rathaus

Infos unter www.viennajazz.org

2006 – ein Jahr der Musiklegenden. Johnny Cash veröffentlichte postum sein letztes Album, Kris Kristofferson und The Who erleben ihren x-ten Frühling, und selbst die Beatles überraschen mit einer Neuveröffentlichung. Wir haben uns einige weitere Legenden näher angesehen. Tom Waits und das Kultlabel World Circuit bieten Rückschauen, die in die Zukunft weisen, und mit Crawford & Sample oder Ray Sings, Basie Swings lassen Jazzlegenden wieder aufhorchen. Um den Generationenvertrag nicht ganz aus dem Auge zu lassen, kommen mit Arrested Development und Beck Künstler zu Wort, die auf dem besten Weg zum Legendenstatus sind, den Amos Lee erst beschreiten muss.

CD-Kritiken:
Arrested Development, Beck, Randy Crawford – Joe Sample, Amos Lee, Ray Charles – Count Basie, Tom Waits, World Circuit

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