Lotus Records empfiehlt aus dem Programm von Salam.Orient 2010 zwei Künstler aus eigenem Vertriebs-Haus. Am 2.11. schlagen ALP BORA & NIM SOFYAN im METROPOL Brücken zwischen zwischen Istanbul und Wien.

Leider muss das Konzert von CHEIKH LÔ am 5.11. im PORGY & BESS auf Grund von Problemen mit dem Einreisevisum abgesagt werden.


Alp Bora – Bild: Magdalena Blaszczuk

Infos zu den Künstlern finden Sie im Anschluss. Pressebilder auf der Salam.Orient Website: http://www.salam-orient.at/presse.php



DI, 02. 11. 20h
ALP BORA & NIM SOFYAN
Wiener Metropol

1170 Wien, Hernalser Hauptstraße 55
Kartenpreis: AK € 19 | VVK € 17

Wien: eine Metropole, ein Ort des Austausches und der Vermischung, ein Ort, wo jeden Tag Musiker aus aller Herren Länder eine neue gemeinsame musikalische Sprache kreieren.

Nim Sofyan – in der Musik Anatoliens bezeichnet er den 2/4-Takt, in der mitteleuropäischen World-Music ist er der Name einer exzeptionellen Band. Zentrales Element des Repertoires sind Lieder aus der Türkei und aus Griechenland, die der Sänger und Gitarrist Alp Bora aus seiner Jugend in Istanbul mitgebracht hat. Seine Bandkollegen Paul Dangl und Johann Öttl verweben diese in durchdachten Arrangements mit Eigenkompositionen zu einem harmonischen Ganzen.

Die Musiker fanden 2002 in Wien zusammen, schon 2004 gewannen sie den Österreichischen Weltmusik-Preis. Anschliessend führten Tourneen Nim Sofyan durch die ganze Welt, von England nach Indien, von Tunesien nach Belgien, von Deutschland nach Syrien.

FR, 05. 11. 20.30h
CHEIKH LÔ –
KONZERT ABGESAGT!
Porgy & Bess
1010 Wien, Riemergasse 11
Kartenpreis: € 28 | € 24 | € 19

Der Sufi-Troubadour aus dem Senegal ist einer von Afrikas großen Einzelgängern. Als Sänger und Songwriter, Gitarrist, Percussionist und Drummer verbindet er die Einflüsse West- und Zentralafrikas mit Funk, Cuban Music, Flamenco und Rumba. Seine bitter-süße Stimme ist ebenso unverwechselbar wie die Raffinesse seiner Arrangements.

Lô widmet sein gesamtes Leben und Musizieren der Bruderschaft der Baye Fall, die wiederum der größeren Vereinigung der Muriniden angehört. Salopp formuliert, ist eine religiöse Islam-Bruderschaft in Westafrika eine Art von Caritas für Menschen in Not á la senegalaise.

Der Muridismus wurde von Cheikh Ahmadou Bamba M´Beck Ende des 19. Jahrhunderts als Oppositionsbewegung gegen die französische Kolonial-Herrschaft gegründet. Es gibt eine Fülle von mythischen Geschichten über den Widerstand Bambas gegenüber der Behördenwillkür der Franzosen zu jener Zeit.. Bambas Schüler Cheikh Ibra Fall schuf danach die Baye Fall Bruderschaft, deren Mitglieder noch heute bunte Patchwork-Kleidung und Dreadlocks als Markenzeichen tragen.

Cheikh Lô wurde 1955 in eine senegalesische Familie in Burkina Fasos Bobo Dioulasso hineingeboren, einer Stadt nicht weit entfernt zur Grenze von Mali. Dort wuchs er auf, sprach Bambara (eine der Sprachen Malis), Wolof (die Hauptsprache des Senegal) und lernte Französisch. Sein Vater gehörte einer Familie an, in welcher seit langem die Traditionen der einheimischen Marabuts gepflegt wurden. Von Kind auf war klar, dass ihn nur die Musik interessierte.

In den 70ern war kongolesische Rumba ebenso wie kubanische Musik in ganz Afrika populär. Mit diesen Einflüssen wuchs er auf, spielte zunächst in der lokalen Band Orchestra Volta Jazz in Bobo Dioulasso, ging 1981 nach Dakar, der Hauptstadt des Senegal, wo er als Drummer und Sänger in diversen Bands im Hotel Savana ein internationales Repertoire erarbeitete.

1984 in Paris: zwei Jahre lang Studio – Schlafen – Studio als Session Musiker. Bei seiner Rückkehr nach Dakar wurde ihm klar, dass er mit seinen langen Dreadlocks nun nicht mehr wirklich willkommen im Hotel Savana war. Also begann er eigene Musik zu spielen.

Die erste Musikkassette erschien 1990 – „Doxandeme“ („Immigranten“). Er gewann Wettbewerbe, Youssou N´Dour begegnete ihm. „Immer wenn er die Chorusse sang, war ich von seiner Stimme überwältigt“ erklärte Afrikas populärster Sänger damals und produzierte 1996 mit Lô dessen erstes Album „Ne La Thiass“ im dominanten, treibenden Mbalax-Sound Senegals. Auch heute noch sind alle, die Cheikh Lô live erleben, überwältigt von dieser großen Stimme Afrikas – wie einst Youssou N´Dour.

Im September 2010 erscheint zeitgerecht zur Europa-Tour von Cheikh Lô das neue Album „Jamm“ bei World Circuit.

Seine Dread-Locks weisen auf Reggae-Roots, seine bunten Gewänder auf die Baye Fall Bruderschaft der Sufis im Senegal hin. Dennoch ist Cheikh Lô das alles und noch viel mehr. Seine Musik wird von Sounds aus seiner heimat ebenso geprägt wie von Funk, Cuban, Flamenco. Mit seiner bitter-süßen Stimme gilt er heute als einer der wichtigsten Interpreten der Mbalax-Musik Westafrikas.

Wir empfehlen aus dem Programm von Salam.Orient 2010 zwei Künstler aus unserem Vertriebs-Haus. Am 2.11. schlagen ALP BORA & NIM SOFYAN im METROPOL Brücken zwischen zwischen Istanbul und Wien. Das abschließende Festival-Highlight am 5.11. ist dann CHEIKH LÔ im PORGY & BESS.
Alp Bora und Cheikh Lo beim Salam.Orient Festival 2010
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