Es hilft kein Leugnen – General Winter hat die weiße Fahne wohl endgültig gehisst. Wir wollen es dem Frühling gleich tun und präsentieren einen bunten Strauß von der World Music- und Indie/Alternative-Wiese voll musikalischer Vielfalt und reich an Sound-Nektar.

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Chicha Libre treten für die Befreiung folkloristischer Hörgewohnheiten ein. Unter Zusatz von kubanischem Son, einiger feiner Anden-Melodien, Surfgitarren, von Farfisa-Orgel und Moog-Synthesizer klingen peruanische Klassiker und 70er-Pop-Hits wie der perfekte Soundtrack eines Tarantino-Films.

Staff Benda Bilili überzeugten mit ihren hypnotisierenden, in der Rumba wurzelnden Grooves nicht nur Massive Attack und Damon Albarn. Ihre dynamischen Gesänge aus den Straßen Kinshasas atmen kubanische Nonchalance, um dann den Soul eines James Brown zu entzünden. Echos von altem Blues, von Reggae und Funk überstrahlen das Schicksal des afrikanischen Sextetts. Alle Mitglieder der Gruppe sind querschnittsgelähmte und poliokranke Straßenmusiker, die meist obdachlos im Stadtzentrum Kinshasas leben.

Mocky liefert – entsprechend unserem Motto: Musik für Menschen mit Ohren – nicht weniger als einen zukünftigen Klassiker des Retro-Pop. Nach seinen Electro- / Hip-Hop- / Soul-Veröffentlichungen präsentiert der Kanadier eine fein abgestimmte Komposition aus Pop, Jazz und sehr gepflegtem Songwriting.

Gomez markieren mit ihrem neuen Album die Rückkehr zu den experimentellen Wurzeln der britischen Band und zeigen den Geist ihres grenzenlosen Einfallsreichtums. Verschiedenste Styles wurde in das unnachahmliche musikalische Gebräu eingearbeitet. Varianten von Delta Blues, Psychedelia und Krautrock kommen zu einer musikalischen, neckischen und außergewöhnlich fortschrittlich-denkenden Sammlung zusammen.

Hörbeispiele im The Real Alternative Podcast

CHICHA LIBRE – Sonido Amazonico
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Label:  Crammed Disc
VÖ: 20.02.2009

Der Sound des Amazonas: Die New Yorker auf den Spuren der Chicha.
Die Chicha (auch Cumbia Andina) ist eine Musikrichtung, die ihre Ursprünge in der peruanischen Musik der frühen Siebzigerjahre hat, die wiederum von der akkordeonlastigen kolumbianischen Cumbia beeinflusst wurde. Unter Zusatz von kubanischem Son, einiger feiner Anden-Melodien, Surfgitarren, von Farfisa-Orgel und Moog-Synthesizer klingt das insgesamt wie der perfekte Soundtrack für einen Tarantino-Film. Zumindest bei der Band aus Brooklyn, die unter dem passenden Namen Chicha Libre für die Befreiung folkloristischer Hörgewohnheiten eintritt. Sie kombinieren alte Chicha-Klassiker mit französisch klingenden Originalen, interpretieren 70er-Pop-Hits wie “Popcorn” und “Indian Summer” und verbinden Cumbia mit Satie und Ravel – und das alles so elegant wie feinsinnig, so humor- wie liebevoll. Bandleader Olivier Conan infizierte sich mit Chicha während einer Reise nach Peru, danach stellte er die viel beachtete Compilation “Roots Of Chicha” zusammen. Der Sound des Amazonas – exotisch und doch vertraut.

STAFF BENDA BILILI – Tres tres fort
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Label: Crammed Disc
VÖ: 27.02.2009

Nonchalante Grooves aus Kinshasa: Debüt der kongolesischen Straßenband.
Staff Benda Bilili sind eine Gruppe querschnittsgelähmter und poliokranker Straßenmusiker, die meist obdachlos im Stadtzentrum Kinshasas leben. Ihre Musik jedoch lässt ihre Lebensumstände vergessen, denn diese ist voller Kraft und Schönheit. Die hypnotisierenden, in der Rumba wurzelnden Grooves mit den darüber liegenden dynamischen Gesängen atmen kubanische Nonchalance, um dann den Soul eines James Brown zu entzünden. Man hört Echos von altem Blues, von Reggae und Funk. Die vier älteren Sänger und Gitarristen sitzen während ihres Spiels in speziell entwickelten Dreirädern, während die jüngeren Bandmitglieder die Rhythmussektion bilden. Und über allem ertönen virtuose Gitarrensolos, die einer einsaitigen Konservendosengitarre entlockt werden. Das Debütalbum der Band wurde produziert von Vincent Kenis (Konono N°1, Kasaï Allstars), die Songs entstanden alle im Freien. Erste prominente europäische Fans fanden Staff Benda Bilili in Massive Attack und Damon Albarn, mit denen sie bereits zusammenspielten.

MOCKY – Saskamodie
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Label: Crammed Disc
VÖ: 27.03.2009

Mocky überrascht gerne mal mit seiner Musik. Die bisherigen Electro- / Hip-Hop- / Soul-Veröffentlichungen des Kanadiers, seine überaus unterhaltsamen Shows und die nicht zu verachtende Arbeit als Arrangeur und Produzent für u. a. Jamie Lidell, Feist, Gonzales, Nikka Costa und Jane Birkin haben ihn zu einer chamäleonartigen Kultfigur werden lassen. Trotz aller Verdienste setzt Saskamodie dem Ganzen noch einen drauf.

Benannt nach einem Song den Mocky in Fantasiesprache als Siebenjähriger schrieb, ist Saskamodie ein zeitloses Meisterwerk ausgereifter Popmusik. Ein zukünftiger Klassiker des Retro-Pop, dessen Kompositionen sich in ihrer lockeren Eleganz mit denen Ennio Morricones und Burt Bacharachs messen lassen, und der trotz aller Verweise vor allem durch Eigenständigkeit glänzt. Auf seiner ersten Veröffentlichung für das Label Crammed Disc spielt Mocky alles selbst, Kollegen wie Taylor Savvy, Gonzales, Jamie Lidell und Feist sind als Gäste zu hören. “Mocky lebt in seiner eigenen Klanglandschaft. Ein kleiner Flecken Erde namens Saskamodie”, meint Jamie Lidell.

GOMEZ – A New Tide
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Label: ATO / ADA Global
VÖ: 30.03.2009

Die Gewinner des Mercury Preises, GOMEZ (aus Southport, England), sind zurück mit ihrem neuen Album “A New Tide”. Um sich die Dimension des Erfolges dieser Band vorstellen zu können: Die beiden ersten Alben “Bring It On” (1998) und “Liquid Skin” (1999) haben in UK Platin-Status erreicht!!! Die Band um den Gitarristen und Sänger Ian Ball, die immer noch in derselben Formation wie im Gründungsjahr besteht, brachte in der Folgezeit noch mehrere Alben heraus, welche ebenfalls in Großbritannien, den USA und auch in Australien gute Chartplatzierungen erhielten. Ihr letztes Album “How We Operate” (2006) erreichte in Billboard Charts Platz 1 in der Kategorie “Heatseekers”. Ihre Musik war Teil der Erfolgsserien House M.D. und Grey’s Anatomy.

Das neue Album, das übrigens auf dem Label von Dave Matthews ATO Recs. erscheint, markiert die Rückkehr zu den experimentellen Wurzeln der britischen Band und mit Songs wie “Win Park Slope” und “Airstream Driver” zeigen sie den Geist ihres grenzenlosen Einfallsreichtums und ihre langjährige gemeinschaftliche Bindung. Eine große Spannbreite von verschiedenen Styles wurde in das unnachahmliche musikalische Gebräu von “A New Tide” eingearbeitet. Varianten von Delta Blues, Psychedelia und Krautrock kommen zusammen zu einer musikalischen, neckischen und außergewöhnlich fortschrittlich-denkenden Sammlung.

Kurz gesagt: “A New Tide” ist GOMEZ in einzigartiger, unvergleichlicher Bestform. Auf “A New Tide” werden GOMEZ außerdem von einer Vielzahl großartiger Musiker begleitet, inklusive der Sängerin Amy Milan, dem Bassisten Josh Abrams, dem Cellisten Oliver Krauss und dem Multi-Instrumentalisten Stuart Bogie. Produziert wurde “A New Tide” von Brian Deck, der schon mit Modest Mouse, Iron and Wine, Counting Crows zusammen gearbeitet hat.

1 Meinung für “Neue CDs von Mocky, Gomez, Staff Benda Bilili und Chicha Libre”

  1. Christoph Tautscher » Blog Archive » The Real Alternative - podcast #019 - April 09 sagt:

    […] Infos zu den vorgestellten Alben unter diesem Link […]

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